Weg Impressionen

Pilgerwanderung "Woche - Pilgern für den Frieden" vom 21. - 26. Juni 2020:
Friede ist mehr als NICHT-Krieg
In der Region Naturpark Raab und darüber hinaus haben insgesamt 80 Personen an der Initiative „Woche - Pilgern für den Frieden“  teilgenommen, um sich von der Thematik „Friede ist mehr als NICHT-Krieg – Was hat das mit mir zu tun?“ berühren zu lassen.

Auf sechs sehr unterschiedlichen Wegen -  gab es verschiedene Möglichkeiten um sich pilgernd* auf das Thema Frieden  einzulassen: im Staunen über die Wunder der Natur, mit Meditation und Gebet, in der Stille, in Gesprächen und Begegnungen zwischen den TeilnehmerInnen. (*Das Wort „pilgern“ kommt vom Lateinischen „pergere“ bzw. „per agere“ und bedeutet ursprünglich „jenseits des Ackers“ oder  „in der Fremde“.  Pilgern heißt also „unterwegs sein“, „wandern“, „in der Fremde sein“. Diese Bedeutungen erschließen den tieferen Sinn des Pilgerns: Pilgern beschreibt eine Grundhaltung des Menschen, denn als Menschen sind wir immer unterwegs, immer auf der Suche.)


Zum Abschluss des sechsten Tages versammelten sich die TeilnehmerInnen gemeinsam mit Diakon Willi Brunner zum „Gebet der Hoffnung“. Auch als Zeichen der Dankbarkeit für alle Menschen die gemeinsam Wege des Friedens und der Hoffnung (auch an anderen Orten) gegangen sind.

75 Jahre Frieden in unserer Heimat sind keine Selbstverständlichkeit. Tagtäglich ist jede und jeder einzelne gefordert, nicht nur Politiker und Entscheidungsträger, um das Thema Frieden immer wieder ins Bewusstsein zu rufen und nicht aus den Augen zu verlieren. 

21.6.: "Morgenweg"
Strecke: Schlösslberg (Mogersdorf) über Maria Bild a.W. zum Binderberg (Oberhendorf/Jennersdorf)

22.6.: "Neuhauser Riegel-Tour"
Strecke: Neuhaus a.Klb. über Kalch zum Wachtriegel und Langriegel/Krottendorf, dann über Kalchbergen zum "Galgenkreuz" und über den Sandriegel zur Burgruine Neuhaus. 

23.6.: "Stille Wälder"
Strecke: Vom Rohrbachgraben entlang der Grenze zum Holzmannkogel nach Oberdrosen und weiter über stille Wälder zum Ausgangspunkt zurück nach Eisenberg/Zollhütte. 

25.6.: "Kultur und Weitblick"
Strecke: Jost Mühle/W.-Minihof über Kramerberg zum Glockenturm-Marienkapelle (Bild) am Kölbereck, weiter über den Grundberg und zurück nach W.-Minihof zum Ausgangspunkt. 

26.6.: "Abendweg"
Strecke: Binderberg (Oberhenndorf) über den Krafthügel bei der Therme Loipersdorf über schattige Waldwege zur Aussichtswarte "In's Land einischau'n" bei Unterlamm.
Abschlussandacht "Gebet der Hoffnung" mit Diakon Willi Brunner.

Weg Impressionen

Pilgerwanderung vom 15. Juni 2020: zu viert machten wir uns auf den Weg, mit den Themen "Achtsam pilgern - Energie tanken für Körper, Geist und Seele" im Gepäck.
Diese anspruchsvolle Wegstrecke führte uns an mystische Plätze, wo wir "den franziskanischen Geist atmeten", denn wir nahmen uns Zeit, um diese Orte auf uns wirken zu lassen. Diese Orte haben durchaus Ähnlichkeiten mit den Originalschauplätzen in der Heimat des Heiligen in Italien.

Strecke: Rosenberg (Stmk.) über St. Anna am Aigen nach Neuhaus am Klb.
Wir starten beim Buschenschank "Neubauer"/Parkplatz (Rosenbergweg-Sulzbach 34).
Nach wenigen Metern bei der „Heilig-Geist-Kapelle“ am Weg halten wir einen kurzen Mor-genimpuls und genießen den herrlichen Aus- und Weitblick, bevor wir in den Wald eintauchen und gemächlich dem Bergrücken folgen um zur Aussichtswarte zu gelangen. 
Weiter durch den imposanten Hochwald wandernd erreichen wir die höchste Erhebung unserer heutigen Tagesetappe, kurz bevor wir aus dem Wald herauskommen, auf einer Höhe von 564 Metern, um danach das weitläufige Basaltplateau am Fuße des Stradner Kogels zu überqueren. 

Hier am Ende der Ortschaft Hochstraden besuchen wir
 „Buon Riposo“ (der Name bedeutet „gute Rast), ein Haus, wie wir es am Franziskusweg in Italien antreffen – dort ist der Originalschauplatz eine ehemalige Einsiedelei – welche eine Vielzahl verschiedenster Kleintiere beherbergt.
So wie hier bei der Familie Feldgit-scher, die sich der Zucht von Steirischen Scheckenziegen (eine seltene Nutztierrasse) verschrieben hat. 

Wir verlassen das Hochplateau und wandern Richtung „Waltrafelsen“. Wir erreichen einen Platz mit unbeschreiblich schönem Panoramablick, hier könnte man als Vergleich zum Originalschauplatz in Italien, die Anhöhe vom Kloster La Verna heranziehen. Sobald wir diesen Platz „über der Welt“ verlassen und den Abstieg über dem langsam abbröckelnden Rand des Basaltplateaus nehmen, eröffnet sich der mystische Ort im „WALTRAFELSEN“. Fundgegenstände belegen, dass dieser Kraftplatz bereits ein uralter Kultplatz war.  Wir nehmen uns Zeit und lassen den Platz auf uns wirken - in dieser Stimmung gehen wir zirka eine halbe Stunde in Stille weiter.

Weiter nehmen wir nun den Weg hinab nach Waltra und wir gelangen auf einem aus-sichtsreichen Karrenweg, der über freies Gelände führt, zu einer Weggabelung. Diese queren wir und kommen am Weingut Hütter (Labestation-Getränke-Kühlschrank) vorbei, weiter geht’s bergab zum Bachlauf des Pleschbaches. 
Der idyllische Pfad ist gleichzeitig der gekennzeichnete Themenweg „Weinweg der Sinne“ und führt uns nach kurzer Zeit, mit steilem Anstieg, in den stolz auf dem Felsen thronenden Ort St. Anna hinauf. 


Auf dem Platz vor der Kirche in St. Anna eröffnet sich wieder eine aussichtsreiche Stelle um zu Staunen und Inne zu halten. Zuvor gehen wir noch in die Kirche um das Ritual des "Busch'n-Waschln" zu vollziehen. Das bedeutet, dass wir ein Segensgebet über den Pilgerstab sprechen.
Bezeichnenderweise für unseren Weg, befinden sich in der Kirche die Statuen des hl. Jakobus und des hl. Franziskus.

...mit Schwung und Elan treten wir die zweite Hälfte unserer Tagesetappe an. Vorerst geht es auf der anderen Seite des Ortes stetig bergab mit Querung der Landesstraße bis hinab zum Talgrund. Hier stoßen wir auf den Bachlauf der Kutschernitza, welche unweit von hier ihren Quellursprung hat.

Es geht nun über den Bach und auf der anderen Seite im Wald den Pfad ansteigend hinauf. Nachdem wir den Bergrücken erreicht haben, treten wir alsbald aus dem Wald heraus und folgen einem stetigen „Auf und Ab“ im Gelände.
Stille Plätze, Wiesen und Felder begleiten uns bis zum „Kleinen Dreiländereck“. Hier berühren sich zwei Bundesländer: Steiermark  und Burgenland sowie zwei Staaten, Österreich und Slowenien liegen an diesem Grenzpunkt. Dieser Platz war bereits zu Zeiten der Kaiserin Maria Theresias ein Markierungspunkt, ein gut erhaltener „Maria Theresia-Grenzstein“ ist stiller Zeuge vergangener Zeiten. 
Hier verlassen wir das Gebiet des Steirischen Vulkanlandes und wandern ins Südburgenland, in den Dreiländer Naturpark Raab-Örség-Goricko - den einzigen trilateralen Naturpark Europas. 
Wir haben von hier noch gut zwei Kilometer, bergauf und bergab durch den Wald über den Rotterberg nach Kalch – der südlichste Ort des Burgenlandes. 

Hier erwartet uns bereits „Kräuterhexe“ Margarete und sie begleitet uns bis nach Kalchbergen. Nach einem kurzen steilen Anstieg an der Tschartake vorbei, gelangen wir geradewegs in ihren Kräutergarten, in dem wir uns überraschen lassen…. 

Von hier ist es nur mehr ein Katzensprung, durch die sanft hügelige verträumte Landschaft streifend...

...bis zum Tagesziel auf die Burgruine Neuhaus am Klausenbach. Ein geschichtsträchtiger Ort mit bewegter Vergangenheit. Gemeinsam sprechen wir noch als RITUAL das Dank- und Abendgebet.
Die exponierte Lage verschafft uns wieder einen herrlichen Rundumblick und als "Belohnung" blinzelt noch die Sonne hervor.

Spiritualität: Texte und Gedanken aus dem Leben des Franz von Assisi begleiteten uns u.a. in den spirituellen Impulsen.
Pilgerrituale haben unserem Tagesrhythmus  eine gelassene Struktur verliehen und die Achtsamkeit gefördert: Pilgersegen, "Busch'n Waschln", Steinablage-Ritual (nach vorheriger Absprache mit den TeilnehmerInnen).

PACE E BENE!

Weg Impressionen

Pilgerwanderung vom 11. Mai 2020: "Weite erleben" - dieses Motto begleitete uns auf der Strecke vom Wallfahrtsort Maria Bild a.W. zur Basilika minor in Güssing. Wir waren eine kleine Pilgergruppe von 5 Personen, die sich bei optimalem Pilgerwetter auf den Weg machte.
Diese abwechslungsreiche Strecke, mit ihren besonderen Kraftplätzen und den Aus- und Weitblicken, werde ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt wieder anbieten. 

Start in  Maria Bild a.W. über Poppendorf nach GÜSSING, Franziskanerkloster (21 km, mittel)

Spiritualität:
"Weiter erleben - Langsam! Folge deiner Sehnsucht!"


...Mit dem Erleben der Weite lösen sich festgefahrene Bilder und Vorstellungen, es weitet sich meine Aufmerksamkeit für die Natur am Wegrand, meine Sicht auf Menschen, mich selbst und Gott." (aus Peter Müller, Meine Sehnsucht bekommt Füße, Kösel Verlag)
So wächst die Sehnsucht. Sehend möchte ich werden. Tiefer und klarer sehen.
Worauf kommt es an im Leben? Langsam!
Folge deiner Sehnsucht.

(Liedtext von Paul Martin Clotz)

Verträumte Ortschaften

Die Wege führen uns vorbei an vereinzelt stehenden Gehöften, Obstgärten, Wiesen und Feldern, immer wieder mit schönen Ausblicken, alsbald erreichen wir das Bergdorf Krobotek und darauf die im Tal liegende Ortschaft Rosendorf. 

"... alles im Fluss" - die Lafnitz

Ruhig und beschaulich geht es am Uferweg der Lafnitz entlang,  - also viel Zeit, um zu Staunen: "...der franziskanische Geist weht wann und wo er will..."

Kraftquelle - Baum

Wir erreichen Poppendorf-Bergen und bald darauf führt uns ein befestigter Forstweg durch ein großflächiges Waldgebiet, wo wir an einem Naturdenkmal: die "Große Eiche" vorbeikommen.

Aus- und Weitblicke

Zum Abschluss der Etappe eröffnet sich von der Bergsiedlung Rosenberg ein erster Blick auf die vor uns im Tal thronende Burg Güssing. Die Teichanlagen, welche am Stadtrand von Güssing liegen, schicken die Lichtspiele ihrer Wasserflächen zum Betrachter empor. Am Talgrund führt ein Themenweg entlang der Teiche in das Zentrum von Güssing. Wir stehen am Ziel unserer Pilgerwanderung: vor der Pforte der Basilika minor und dem Torbogen des Franziskanerklosters.

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Weg Impressionen

Pilgerwanderung vom 15. Februar 2020: Wildromantische Landschaften begleiteten uns im Trilateralen Naturpark Raab-Örség-Goricko. Wir durchwanderten an einem Tag drei Staaten.

Neuhaus am Klausenbach Burgruine

Start in Neuhaus am Klausenbach
Strecke A
(20 km, leicht):
Von der Burgruine/Neuhaus über das Dreiländereck (A/HU/SI) nach St. Martin an der Raab.

Spiritualität: "Aufbrechen-Unterwegs sein-Ankommen"



 

Stadelberg Aussichtsturm

Stadelberg-Aussichtsturm

Das beständige Auf und Ab, die zahlreichen Richtungswechsel und "Grenzerfahrungen" dieser Etappe gaben uns die Möglichkeiten, dem Thema "Lebensweg" nachzuspüren.

Bonisdorf Aussicht Rastplatz

Bonisdorf - Rastplatz mit Aussicht

Grenzwege Österreich Slowenien Ungarn

Grenzwege

Mit dem bewussten Überschreiten der Grenzen fühlten wir uns mit den Menschen verbunden, die schon von jeher als "Grenzgänger" und/oder PilgerInnen - als Fremde in fremden Ländern - unterwegs waren.

Dreiländerecke Naturpark Raab-Örség-Goricko

Dreiländerecke im Naturpark Raab-Örség-Goricko

Der Begriff Pilgern kommt vom lateinischen Wort "peregrinus" - "Fremder". Zu pilgern bedeutete ursprünglich, die Heimat zu verlassen und in die Fremde zu gehen.
"Der Weg ist das Ziel", dieses Zitat wird Konfuzius (chin. Philosoph) zugeschrieben, gilt als eine Art Überbegriff für das Pilgern.

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